Windenergie
Windenergie hat eine lange Tradition. Bereits seit Jahrtausenden nutzen die Menschen die unerschöpfliche Kraft des Windes zur Energiegewinnung. Zu Beginn der 1980er Jahre brachten einige mittelständische Unternehmen die ersten technisch durchdachten Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von damals 30 kW auf den Markt. Damit begann ein rasanter Entwicklungsprozess, der, begleitet von dem im Jahr 2000 eingeführten Erneuerbaren Energien Gesetz, kurz EEG, und unter dem Eindruck von Klimawandel und schwindenden Resourcen im Bereich der fossilen Energieträger, einen äußerst dynamischen und schnell wachsenden Markt für Strom aus Wind hervorgebracht hat.
Bis Mitte 2010 wurden in Deutschland gut 21.320 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 26.380 Megawatt installiert. Das entspricht schon heute ca. 27% des in Deutschland produzierten Atomstroms. Moderne Windenergieanlagen erreichen durch technischen Fortschritt inzwischen Nennleistungen bis zu mehreren Megawatt. Windparks mit kleinen Windenergieanlagen aus früheren Jahren werden immer häufiger repowered. Trotz kleinerer Stückzahlen im Windpark steigt die Nennleistung erheblich.
Von den modernen Verfahren zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien wie Wind, Sonne, Biogas, Biomasse und Erdwärme ist die erzeugte Windenergie mit z.Z. 9,1 c/kWh EEG-Vergütung per 2010, mit Abstand die Kostengünstigste. Führende Energieexperten rechnen damit, dass sich die steigenden Strompreise aus herkömmlichen Energiequellen und die fallenden EEG-Vergütungen für Windenergie bereits in den nächsten Jahren schneiden. Schon jetzt sorgen die regenerativen Energien durch den sogenannten “Merit-Order-Effekt” an der Leipziger Strombörse an windstarken Tagen zu fallenden Strompreisen.
